Patientenverfügung

Sie können über Ihr Leben bis zuletzt bestimmen

Eine mögliche Form, die eigenen Vorstellungen und Grenzen für die letzte Lebenszeit vorsorglich zum Ausdruck zu bringen, ist die Patientenverfügung. Diese ist eine Willensäußerung, mit der Patient/innen bestimmte medizinische Maßnahmen ablehnen. Für den Fall, dass sie zu diesem Zeitpunkt nicht mehr einsichts- und urteilsfähig sind oder sich nicht mehr äußern können.

Der Hintergrund für eine Patientenverfügung ist, dass die moderne Medizin in vielen Bereichen beachtliche Behandlungschancen eröffnet, zugleich aber auch bei Menschen Ängste vor einer Lebenserhaltung um jeden Preis geschürt hat. Es besteht die Angst in eine Situation zu geraten, in der man fremdbestimmt in einer Weise behandelt wird, die nicht gewünscht ist – konkret: ein maschinell verlängerter Sterbevorgang.

 

Immer mehr Menschen wollen deshalb bereits vorausschauend ihren Willen für oder gegen bestimmte medizinische Maßnahmen festlegen, um damit bei allfälligen künftigen medizinischen Entscheidungen sicher zu sein, dass ihre Wünsche respektiert und umgesetzt werden. Ein Arzt ist nicht dazu verpflichtet oder berechtigt, gegen den Willen eines Patienten zu handeln.

 

Beachtliche und verbindliche Patientenverfügung.
Eine Patientenverfügung darf nur persönlich und nicht von Stellvertreter/innen errichtet werden. Sie kann jederzeit formlos widerrufen werden. Das Gesetz unterscheidet zwischen beachtlicher und verbindlicher Patientenverfügung. Das neue Patientenverfügungsgesetz trat mit 1. Juni 2006 in Kraft. Beide Formen müssen durch das Gesetz in Zukunft von Ärzten als ausdrücklich dokumentierter Wille eines nicht mehr kommunikationsfähigen Patienten beachtet werden.

 

Patientenverfügung – gesetzliche Grundlage
Muster Patientenverfügung
Hospiz_Ergänzungen zur Patientenverfügung